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Großalarm nach Ammoniak-Unfall

in Aktuelle Polizei und Feuerwehr Berichte 04.06.2011 13:08
von Dominik • Besucher | 2.514 Beiträge

Rheda-Wiedenbrück (ots) - (KS) In einem Großbetrieb für Fleischverarbeitung an der Straße "In der Mark" im Ortsteil Rheda trat am Freitagabend (03.06.) gegen 19.25 Uhr bei Wartungsarbeiten an einem Kühlraum Flüssig-Ammoniak aus einem Leck aus. Das Leck konnte von einem Mitarbeiter der Firma schnell wieder abgedichtet werden, allerdings verteilten sich die bereits freigesetzten Gase rund um den Kühlraum sowie im weiteren Bereich der Betriebshalle.

Vier Mitarbeiter erlitten dadurch stärkere Verletzungen und wurden sofort zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Im Verlaufe des Abends stellte sich bei Untersuchungen von rund 190 Belegschaftsmitgliedern, die sich im Bereich der Betriebshalle aufgehalten hatten, heraus, das noch sechs weitere Personen vorsorglich in ärztliche Behandlung gebracht werden mussten.

Die Einsatzleitung der Feuerwehr löste Großalarm im gesamten Kreis Gütersloh und auch in den Nachbarbehörden aus, da nach Eingang der Erstmeldung keine sofortige Abschätzung des zu erwartenden Ausmaßes des Schadenfalls erfolgen konnte und alle Eventualitäten berücksichtigt werden mussten.

Knapp 300 Rettungs- und Hilfskräfte von Feuerwehr, Polizei, Notärzten und den weiteren Hilfs-Organisationen hatten sich auf dem Betriebsgelände der Firma eingefunden, um die ersten Maßnahmen einleiten zu können.

Mittels eines Hubschraubers wurden sehr zeitnah Emissionsmessungen über dem Gelände vorgenommen. Die Ergebnisse zeigten, dass keine Ammoniak-Gase nach Außen freigesetzt wurden und somit zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung von Menschen im Umfeld des Betriebes bestand.

Im Betrieb musste die Arbeit teilweise eingestellt werden, da die betroffenen Mitarbeiter die ärztlichen Untersuchungen in Anspruch nahmen, um ihre Gesundheit überprüfen zu lassen. Die Zufahrtstraßen zum Betriebsgelände wurden von der Polizei gesperrt. Ankommende Lieferwagen mit Tier- und Fleischtransporten konnten aus Sicherheitsgründen nicht auf das Betriebsgelände fahren, sondern wurden auf Parkplätze in der näheren Umgebung umgeleitet.

Kreispolizeibehörde Gütersloh
Pressestelle
Tel.: 05241 / 869-0
Fax: 05241 / 869-1272



Ich war auch dabei. Was gibts schöneres als mit ca 50 Autos in Kollone mit Blaulicht nach GT zu fahren.

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