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28.02.2010 Sturmschäden im Delbrücker Land!

in Aktuelle Polizei und Feuerwehr Berichte 01.03.2010 18:27
von Tekkle • 14.133 Beiträge

»Xynthia« schüttelt Kreis durch

Keine Verletzten, aber viele Sachschäden.

Kreis Paderborn (WV). Sturmtief »Xynthia« hat den Kreis Paderborn kräftig durchgeschüttelt. Mit bis zu 100 Stundenkilometern fegten die Böen durch das Paderborner Land.

Die schwersten Schäden hinterließen sie im Raum Delbrück. Bis zum Abend gab es aber keine Verletzten zu beklagen. Auf ein Gehöft in Bentfeld stürzt eine mächtige Eiche. Bedingt durch die umstehenden Bäume kann die Feuerwehr zunächst nicht mit Fahrzeugen heran und muss sie aufwändig zersägen. Auch in Westenholz zerstörte ein Baum einen Carport.

Polizei und Rettungskräfte im Kreis Paderborn waren seit dem Nachmittag pausenlos im Einsatz. »Es ist schwierig, überhaupt einen Überblick zu behalten«, meinte ein gestresster Polizeibeamter am Abend in der Leitstelle Paderborn. »Zum Glück gibt es bislang keinerlei Personenschäden.«Nicht nur im Bahn- und Flugverkehr kam es durch die starken Stumböen bis zur Orkanstärke zu Beeinträchtigungen. Auch die Autofahrer im Kreis mussten sich auf manche Straßensperrung und Umleitung einstellen.Die Autobahn 44 wurde am Sonntagnachmittag wegen mehrerer umgestürzter Bäume in Richtung Kassel für etwa eine halbe Stunde gesperrt, bis die Feuerwehr Stämme und Äste zersägt und von der Fahrbahn geräumt hatte. Auf eine harte Geduldsprobe wurden Kraftfahrer auch auf der Bundesstraße 1 bei Paderborn-Wewer gestellt. Dort war im Baustellenbereich eine Behelfsampelanlage komplett umgerissen worden. Bis der Kreuzungsbereich wieder passierbar war, verging eine Stunde. Der Autoverkehr staute sich kilometerweit in beiden Richtungen.

Gar nichts mehr ging auf der Kreisstraße zwischen Altenbeken und Langeland. Entlang der kurven- und waldreichen Straße stürzten an mehreren Stellen Bäume auf die Fahrbahn. Weil die Räumung durch ständig nachkippende Bäume und abbrechende Äste zu gefährlich wurde, blieb die Bollerbornstraße während der ganzen Nacht dicht.Zu Gefährdungen im Straßenverkehr kam es an zahlreichen Stellen durch umstürzende Verkehrsschilder, umgerissene Bauzäune und abgerissene Äste sowie umher fliegende Gegenstände.Am Paderborner Flufhafen lief gestern noch alles »im grünen Bereich« sagte Simon Coors vom Operation Center des Airports. Windgeschwindigkeiten von 80 bis 90 Stundenkilometern seien zwar »hart an der Grenze«, doch die Windrichtung war für die landenden und startenden Piloten günstig. Zwar hatten die vier Abflüge und neun Ankünfte am gestrigen Abend nach 18 Uhr alle Verspätungen, doch diese waren an den ausländischen Flughäfen entstanden und setzten sich anschließend in Paderborn fort. Am Flugfhafen selbst wurde eine Spitzengeschwindikgkeit des Orkans von 93 Stundenkilometern gemessen.

Am Paderborner Hauptbahnhof lief gegen 18.30 Uhr kaum noch etwas. Die Bahn hatte die Notbremse gezogen und den kompletten Zugverkehr in NRW unterbrochen. Der letzte Regionalzug verließ um kurz nach halb acht den Hauptbahnhof in Richtung Hamm. Viele Reisende waren ratlos, versuchten über Bekannte mit dem Auto weiterzukommen oder wichen auf Busse aus. Vor allem Studenten hingen fest. Einige Züge der Nordwestbahn steuerten aber mit Verspätungen ihre Zielbahnhöfe an.Für die Taxifahrer gab es dafür richtig was tun tun. »Wir haben deutlich mehr Fahrgäste und Nachfragen als an einem normalen Sonntagabend«, sagte Jens Welida vom Taxiunternehmen Klima.
Quelle: feuerwehr-delbrück

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