#1

Anhänger-Grundsanierung

in Karosserie/Fahrwerk/Felgen 04.01.2009 15:22
von Digger • 3.596 Beiträge

So hier beschreibe ich mal die "Sanierung" eines Anhängers. Die Arbeiten wurden alle Selbst ausgeführt darum gehts auch etwas mehr ins Detail. Sowas kann man auch bei einer Fahrzeugbau-Firma machen lassen, aber für das Geld bekommt man nen Neuen der gleichen Ausführung.

Als erstes wird der alte Boden ausgebaut. Dazu muss man die Schloßschrauben zum Rahmen entfernen und den Boden nach hinten rausziehen. Am Besten entfernt man vorher die hinteren Ecken der Seitenwände damit alles frei zugänglich ist und die Finger heil bleiben. Das haben wir uns allerdings vorerst gespart weil die Platte sich nicht mehr sonderlich gewehrt hat.
Die Elektrik, sprich Lampen und Kabel werden danach entfernt. Ohne Platte ist alles sehr einfach zugänglich. Wichtig hierbei, die Stecker bzw. Kabel an den Lampen sollten heil bleiben weil Ersatz nicht immer einfach erhältlich ist.

Alter Boden


Als nächstes sollte man dem Rahmen eine Rostbehandlung zukommen lassen. Am wichtigsten sind hier die Stellen an denen die Neue Platte aufliegt. Da der Rahmen bei uns noch gut in Schuß war ging die Arbeit recht zügig. Die befallenen Stellen wurden einfach mit feinem Trocken-Schleifpapier für Metall gesäubert und anschließend mit Zink-Staub-Spray behandelt. Hier empfiehlt sich ein Mehrschichtiger Auftrag damit auch genügend Schutz vorhanden ist gegen neuen Rost. Bis zur nächsten Arbeit muss diese Schicht trocknen.

Rahmen vor und nach der Rostbehandlung


Die Neue Platte wird zugesägt. Die Maße nimmt man an den Innenseiten der Ladefläche. Nicht zu kurz messen! Absägen ist immer möglich, aber einfachen als neu kaufen und auch weniger ärgerlich. Die gesägte Platte probieren, evtl. noch nacharbeiten. Die Schnittkanten mit Holzschutzlack versehen, damit dort nicht sofort wieder Feuchtigkeit eindringt und die Platte zum Quellen bringt.
In unserem Fall haben wir eine 18mm Siebdruckplatte eingebaut. Die ist Stabiler als die vorherige, erfordert aber leichte Anpassungsarbeiten. Die schon oben angesprochenen Ecken der Seitenwände, an denen meist auch die Riegel der Klappe angebracht sind, werden abmontiert falls nicht schon geschehen. Diese mussten wir an der Unterseite kürzen wegen der dickeren Bodenplatte.

Zusägen der neuen Bodenplatte und erste Anprobe


Die Platte wird wieder entfernt und jetzt kommt die Verkabelung. In unserem Fall haben wir statt dem alten Kabel mit 7pol. Stecker ein 13pol. Kabel mit großem Stecker verbaut. Nicht immer nötig aber wenn man auch einen 13pol. Stecker am Auto hat, kann man z.B. eine Rückfahrleuchte anbringen. Die Verteilung wird damit auch nicht mehr über den Stecker zum Auto erledigt sondern über eine Extra Dose unter dem Anhänger. Die macht auch das Anbringen von Begrenzungsleuchten möglich. Die Kabel werden meist mit "Schuhen" in der Verteilerdose befestigt, Mir ist zwar ein Rätsel warum die nur 12polig ist aber es gab eine Leitung auf die verzichtet werden kann. Die Ladeleitung für die Batterie, die hat er nämlich nicht, wozu auch. Im Stecker werden die Kabel geschraubt, hier ist für Schuhe kein Platz. Die Enden entweder mit Hülsen versehen oder Lötzinn. Alle Dichtungen und Ringe VORHER auf das Kabel schieben, sonst hat man seine Freude die 13 Adern noch einmal zu verschrauben. Die Begrenzungsleuchen können hier erst später angeschloßen werden weil das Kabel durch die Platte muß. Alles was man aber schon anschließen kann, sollte man auch tun. Wenn der Boden erst drauf ist kann man sich nur noch unter den Anhänger legen, wenn man keine Bühne oder Grube nutzen kann/will.

Neue Verkabelung


Die Zurrösen zur Ladungssicherung werden in die Platte eingepasst, am Besten an einer Stelle an der sie auch nachher mit dem Rahmen verschraubt werden können. Die Holzplatte allein wird die Ladung nicht lange halten. Die Platte wird dann mit neuen Schloßschrauben wieder mit dem Rahmen verbunden. Wer sich nicht vor den Ausgaben scheut, nimmt Edelstahlschrauben. Wenn der Boden drin ist, kann man auch die Ecken wieder anbringen. Bei uns ganz einfach mit Popnieten.

Einpassen der Zurrösen


Wenn einem das Ergebnis reicht, gibts noch mit Silikon eine Naht außen um die Platte rum. Die verhindert das Dreck und Wasser sofort zwischen Blech und Platte laufen.

Boden und Verkabelung Fertig


So das war der erste Abschnitt. Es wird noch was folgen. Wenns weitergeht werde ich meine Beitrag noch erweitern und aktualisieren. Bilder fehlen auch noch ein paar. Wenn noch fragen sind oder was, kurz PN schreiben, dann setz ich das noch dabei.

Also viel Spaß erstmal beim Lesen.

Gruß Digger

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#2

RE: Anhänger-Grundsanierung

in Karosserie/Fahrwerk/Felgen 04.01.2009 15:43
von BMW-Freak • Besucher | 9.978 Beiträge

schön gemacht Digger, dann kann der Edersee ja kommen ^^

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#3

RE: Anhänger-Grundsanierung

in Karosserie/Fahrwerk/Felgen 04.01.2009 16:59
von Sunshine • Besucher | 2.278 Beiträge

Schaut doch wieder ordentlich aus ;)

Und jetz haste was angefangen... Kommst um Edersee net rum

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