#1

Anleitung zum Einbau eines G60 Motors in einen

in Motor/Abgastechnik 13.08.2006 23:05
von bärenstark

Inhalt: - Motor Daten
- Baugruppen
- Elektrik
- Bremsanlage
- Auspuffanlage
- Zubehör
- TÜV-Auflagen
- Ladeluftkühler/Ladeluftführung
- Stromlaufpläne




Technische Daten:

Leistung: 160 PS/118Kw bei Serie und 5600 U/min.

Beschleunigung: je nach Getriebeart und Getriebeübersetzung
Bis zu 6,4 sek. Von 0-100 km/h

Drehmoment: 212Nm bei 4600 U/min.

V-Max: ca.215-250 km/h
Je nach Bereifung und Getriebe


(Alle Angaben ohne Gewähr)

Baugruppen und benötigte Teile:
Kompletter G60 Motor Kennbuchstabe PG mit allen Anbauteilen

Motor Steuergerät

Motorkabelbaum G60

Getriebe Kennbuchstabe FF/4T/ACD oder andere die ebenfalls passen
Verwendung von G60 Getriebe mit Mehraufwand ebenfalls möglich
Kupplung (entweder Original G60 bei Verwendung des G60 Getriebes)
Oder für kleinere Getriebe entsprechend verstärkte Sportkupplung organisch
Oder Sintermetall inkl. Verstärkter Druckplatte

Ladeluftkühler

Druckschläuche

Wasserkühler

Kraftstoffversorgung

Bremsanlage (Minimum Scirocco 16V oder besser G60)

Auspuffanlage

Ölkühler (nicht zwingend erforderlich)



Für den Umbau wird ein Motor mit dem Kennbuchstaben PG benötigt.
Spenderfahrzeuge: Corrado G60,Golf G60 ,Golf Synchro G60,
Passat G60,Passat Synchro G60,Rallye Golf G60

Spenderfahrzeuge haben den Vorteil,daß man sich nicht mehr viel an Teilen
In mühsamer (und teuerer) Kleinarbeit zusammensuchen muß und ist daher
Eher zu empfehlen.
Der G60 Motor wird inkl. Aller Anbauteile und Nebenaggregate wie Einspritzanlage,
G-Lader,G-Laderhalterungen,Wasserpumpe,Lichtmaschine,Zündung,Ansaugkrümmer
Und aller Druckrohre benötigt.
Die Motorhalterungen werden vom alten Motor übernommen.
Zu diesem Zweck muß man die Motorhalterung vom G60 entfernen und die originale
Motorhalterung (vor dem Wagen stehend links gesehen) vom alten Motor einfach mit
Auf die Platte seitlich draufschrauben.Achtung Platte nicht abmachen,da sich dahinter
ein Wasserkanal befindet!
Durch das Draufschrauben verschafft man sich außerdem etwas Platz zum Rahmen hin.
Die Zahnriemenabdeckung muß etwas ausgefeilt werden,damit sie nacher wieder opti-
mal paßt.
Der Ein- und Ausbau eines Motors,denke ich,braucht hier nicht beschrieben zu werden.
Agaskrümmer des G60 Motors entfernen und den originalen des alten Motors anbringen.
Besser ist natürlich gleich einen Fächerkrümmer zu montieren.
Die vordere und hintere Motorhalterung sind kein Problem.einfach vom alten Motor
umbauen.

Tipp: Empfehlenswert ist es vor dem Einbau den kompletten Motor sorgfältig zu reinigen
und ihn komplett neu abzudichten.Gegebenenfalls auch gleich neu zu lagern.Bei neuer
Lagerung muß er allerdings die ersten 1000 km wieder neu eingefahren werden ohne
hohe Drehzahlen.

Motorsteuergerät:

Der ideale Platz für das Motorsteuergerät ist auf der Fahrerseite im Wasserkasten unter der
Plastikabdeckung.Für die Kabedurchführung muß man entweder das Loch in der Spritzwand
Vergrößern auf ca. 5,5-6 cm Durchmesser,oder was einfacher ist was ich gemacht habe,
einfach vom alten Motorkabelbaum die Gummitülle seitlich aufschneiden,abnehmen und
statt der original Tülle auf dem G60 Kabelbaum verwenden.Die kann man drüberlegen und
dann wunderbar mit Isolierband wieder festmachen.

Motorkabelbaum:

Wenn das Motorsteuergerät auf der rechten Seite angebracht ist,kann man die Leitungen ohne
Probleme verlegen und die Leitungslängen passen auch ohne weiteres.
Wenn man das Steuergerät auf der linken Seite angebracht hat,wird es bei ein paar Leitungen
Etwas knapp,diese können allerdings ohne Probleme ein Stück verlängert werden.Zu diesem
Zweck sollte man sie am besten zusammenlöten und mit Schrumpfschlauch schützen,damit es
Bezüglich Temperatur und Schmutz keine Probleme gibt.

Achtung: Leitungsquerschnitte und evtl. die Leitungsfarben beachten!

Kupplung:

Die Wahl der Kupplung hängt natürlich als erstes von der Wahl des Getriebes ab.Von den
Originalkupplungen rate ich allerdings ab (außer der G60 Kupplung auf G60 Getriebe
natürlich),da sie der Belastung nicht sehr lange standhalten würden..
Wenn man nicht das G60-Getriebe verwendet (erheblicher Mehraufwand,dazu später mehr)
Ist es auf jeden Fall erforderlich eine Sportkupplung inkl. Einer verstärkten Druckplatte
zu verbauen.Man kann entweder eine organische Kupplung verwenden oder eine
Sintermetall-Kupplung. Das ist natürlich eine reine Kostenfrage.
Ideal bezügl. Der Dauerbelastbarkeit ist natürllich das G60 Getriebe inkl. der originalen
Kupplung,die man in diesem Fall verwenden kann.
Diese Kupplung wird allerdings hydraulisch betätigt.Der Umbau ist natürlich möglich,
aber aufwändig.Dafür gibt es natürlich ebenfalls mehrere Möglichkeiten,z.B. Pedalerie
und Ausgleichsbehälter umbauen.
Außer man baut das Getriebe auf mechanische Betätigung um,das gabe es Anfang 1990
z.B. beim Vw Passat.einfach entsprechenende Hebel besorgen und mit dem Getriebe
kombinieren.

Getriebe:

Die Wahl des richtigen Getriebes ist ein schwieriges Thema,dafür gibt es keine Pauschal-
Lösung.Beim Getriebe muß jeder für sich selbst entscheiden für welchen Zweck er das
Fahrzeug nutzt bzw. ob man mehr Wert auf Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit
legt.
Das hängt natürlich auch davon ab,ob der Motor original bleibt oder ob er noch etwas getunt
Wird,was ja beim G60 Motor sehr kostengünstig und nicht sehr schwierig ist.Ebenfalls
wichtig für die Getriebewahl ist,welche Reifen/Felgenkombination man fahren will.

Ideal für hohe Beschleunigung ist das GTI-Getriebe (z.B. ACD) Diese Getriebe ist recht kurz
Übersetzt,eigentlich für den G60 Motor viel zu kurz.Wenn man aber hohen Wert auf
Beschleunigung und Durchzug legt genau richtig.
Selbst im 3. Gang gehen mit diesem Getriebe ohne Probleme die 14 Zoll Räder noch durch!
Allerdings gibt es Einbußen in der Endgeschwindigkeit.

Für den Alltag ist das Golf Diesel Getriebe aus einen GTD gut geeignet.Es ist lang übersetzt
und auch gut für lange Autobahnfahrten und hohe Endgeschwindigkeit zu gebrauchen.
Dieses Getriebe hat den Kennbuchstaben FF.Die Übersetzung ist ok und der 5. Gang ist lang
übersetzt,wobei diese Getriebe aber auch noch eine gute Beschleunigung bringt.

Andere Vw-Getriebe passen natürlich auch wie z.B. das 4T….es gibt noch weitere die passen,
aber ich kenne leider nicht alle.

Bei Verwendung des FF-Getriebes ist allerdings darauf zu achten Achswellen mit 90mm
Flansch zu verwenden.Die lange Achswelle kann man nach Umrüstung auf 100mm zwar auch
verwenden,aber die kurze muß leider mit 90mm verwendet werden,da man sonst mit der Welle
nicht am Getriebe vorbeikommt.Wie gesagt,die Flansche sind umbaubar!Ich fahre auf meinem
G60 eine 100mm (lange Seite) und eine 90mm (kurze Seite).

Diese Getriebe sind problemlos einzubauen und passen auch einwandfrei.
Nachteil: Bei extremer Belastung halten sie der Leistung des Motors nicht sehr lange stand.
Vorteil: Niedriger Kostenpunkt,einfache Einbauweise durch ideale Paßgenauigkeit.Und leicht
wiederbeschaffbar.Für flotte Fahrten sind sie jedoch schon geeignet.(Eigene Erfahrungen
mit FF-Getriebe)

Ideal bezügl. Der Dauerbelastbarkeit ist natürlich das Getriebe vom G60.
Diese Getriebe bedarf allerdings ein bißchen technischer Geschicklichkeit für den Einbau.
Die Motorhalterung auf der Fahrerseite muß angepaßt werden,das geht nur über Eigenbau
Und ist recht eng,aber es geht.
Die Seilzugschaltung aus den Spenderfahrzeug muß übernommen werden.Das Getriebe aus
Einem Spenderfahrzeug mit Synchroantrieb kann natürlich nicht übernommen werden.
Beziehungweise der Aufwand der dazu betrieben werden müßte um alles anzupassen wäre
viel zu groß.



Ladeluftkühler

Beim Ladeluftkühler gibt es natürlich jede Menge Möglichkeiten.

1. Also den LLK aus dem Corrado oder Passat kann man vergessen,der ist viel zu klein,
es gibt keine guten Einbaumöglichkeiten und die Leistungsausbeute ist sehr gering,
hätte man das Problem einer schlechten Ladeluftführung.Diesen LLK kann ich nicht
empfehlen.

2. Besser ist natürlich der aus dem Golf mit Klimaanlage,der paßt.
Der Nachteil: Er funktoniert zwar,ist relativ einfach einzubauen,aber er ist auch sehr klein
Die Halter dafür müssen in Eigenbau erstellt werden.
Der Vorteil: Sehr kostengünstig,da die originalen Druckschläuche verwendet werden können.

3. Der LLK aus dem Golf ohne Klimaanlage ist super.
Damit dieser LLK allerdings paßt,muß entweder das Frontblech abgeändert bzw. unten aus-
geschnitten werden oder der LLK gekürzt werden,da er etwas zu hoch ist.Beim Falle eines
Auschnitts sollte man das Frontblech mit Blechstreifen neu verstärken um evtl. spätere Probleme
mit dem TÜV zu vermeiden.
Beim Einbau eines G60 ;otors im Golf 2 paßt er allerdings.
Vorteil: Sehr groß ideale Leistungsausbeute.
Nachteil: Paßt nicht optimal und ist sehr teuer (ca. 600€)

4. Der ideale Ladeluftkühler ist der aus einem Mercedes Benz Sprinter z.B. Modell 213 CDI
oder ähnliches Modell,Hauptsache aus einem CDI.Der hat die ideale Größe,paßt genau,man
muß nur 2 einfache Halterungen bauen die mit z.B. einem Flacheisen,ca. 20-30 mm und
ca. 400 mm lang,erstellt werden können.Die Flacheisen müssen oben und unten abgewinkelt
werden.Je 2 Löcher in die Halterungen und am Frontblech anbringen.Ein größerer und
günstigerer LLK (außer dem baugleichen LLK aus dem IVECO,der auch etwas mehr Luft-
durchsatz als der vom Sprinter hat) geht im Scirocco 1 / 2 Golf 1 / 2 nicht.
Vorteil: Paßt ideal in in der Breite und Höhe,hat ideal hinter dem Frontblech aber vor dem
Wasserkühler Platz (naja etwas Fummelei ist es schon ihn genau so passend unterzubekommen
daß man noch akzeptabel an die Stoßstangenbefestigungsschrauben drankommt,für den Fall eines
Ausbaus,aber machbar),verhältnismäßig günstiger LLK ca. 200€ bei Mercedes.
Diesen LLK kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen.
Nachteil: Die Verbindungen der Druckschläuche müssen im Eigenbau erstellt werden.
Dazu gibt es leider keine wirklich günstige Lösung.Eine gute aber relativ teure Hilfe sind da
z.B. Druckschläuche der Firma SAMCO.Beziehen kann man diese beispielsweise über die Firma
Milewski Fahrzeugtechnik in Berlin Internetadresse http://www.vwturbo.de. Dort gibt es auch einen
kompletten Angebotskatalog zum Download im pdf.Format.Da sollte man eigentlich alles finden
was benötigt wird.
Bilder zu diesem LLK vom Sprinter folgen.

Druckschläuche

Welche Druckschläuche verwendet werden sollen ist natürlich vom Ladeluftkühler
abhängig.

1. Die Verbindung ab dem G-Lader,wenn der Motor aus einem Corrado oder Passat
stammt,kann verwendet werden,ist allerdings nicht die optimale Lösung.

2. Besser ist der kleine Bogen aus einem Golf.

3. Ideal ist der große 180° Guß-Bogen aus einem Rallye-Golf.Dieser Guß-Bogen
ist allerdings sehr teuer,220€ + der Dichtung zum G-Lader die auch nochmal mit
ca. 20€ zu Buche schlägt.

4. Oder als weitere Möglichkeit kann man auch den sogenannten RS-Auslaßkit
verwenden wie ihn einige Hersteller wie SLS,Theibach,RPM Motorsport
und viele andere vertreiben.Dann kann man ab diesem Auslaßkit mit Drckschläuchen
arbeiten.

Der G-Lader Schalldämpfer kann übrigens meist aufgrund der veränderten Platzverhältnisse
nicht verwendet werden…..aber wer will schon Schall dämpfen ;o)

Als Verbindung vom Gußkrümmer bis zum Großen Mercedes LLK kann der Druckschlauch
aus dem Rallye-Golf verwendet werden.Dieser Schlauch paßt an beiden Seiten sehr gut.

Leider ist er auch sehr teuer,ca. 110€.Je nach Fahrzeug muß dann dieser Schlauch geteilt und
anhand eines Rohres etwas verlängert werden.Am Ausgang des LLK wird es aufgrund der
Batterie sehr eng.Entweder man verwendet hier einen Druckschlauch aus dem Mercedes oder
kauft sich die passende Größe vom Zubehör,Samco oder einem anderen Tuner.Leider sind keine
dieser Möglichkeiten besonders günstig.

Kleiner Tipp am Rande: Am Lader selbst hat sich bei mir ein selbstgeschweißtes V-Rohr
und ein Verjüngungsdruckstutzen des Herstellers SAMCO mit den
Maßen 75 mm auf 65 mm Verjüngung (Achtung Schätzangaben)
gut bewährt um „die Kurve“ zu bekommen,da es am Lader recht eng
wird.

Wasserkühler

Da gibt es natürlich ebenfalls mehrere Möglichkeiten und hängt natürlich vom Spenderfahrzeug ab.

Der kleine Wasserkühler aus einem Corrado oder Passat G60 paßt sehr gut.Man muß nur ein
zusätzliches loch in dem Vorderbau bohren und das war es.

Dieser kleine Wasserkühler eignet sich sehr gut bzw. paßt optimal bei Verwendung eines großen
LLKŽs.


Kraftstoffversorgung

Die komplette Kraftstoffversorgung vom Scirocco (Golf GTI) kann weiterverwendet werden.

Elektrik

Die Elektrik kann natürlich komplett aus dem Spenderfahrzeug entnommen werden,ist allerdings
nicht zwingend notwendig.

Wenn die Elektrik komplett übernommen wird,müssen allerdings einige Stecker angepaßt werden,
z.B. Frontlichter,Blinker,Heckleuchten,komplettes Cockpit.
Nicht benötigte Leitungen sollten entfernt werden,z.B. Klima usw.

Man kann natürlich auch den Kabelbaum vom Aufbaufahrzeug lassen,den Motorkabelbaum vom
G60 verwenden und diese beiden Kabelstränge entsprechend miteinander verbinden.(Meiner
Meinung nach die einfachere und schnellere Lösung)

Aus den Schaltplänen können die Verbindungen entnommen werden,oder Rücksprache mit einem
Kfz-Elektriker gehalten werden.
Rauszusuchen wären die 5 Leitungen zum Motorsteuergerät,die der 2 und 3poligen Gehäuse
und ein Signal von der Benzinpumpe.
Wenn man sich in den Stromlaufplan etwas eingelesen hat,ist es wirklich nicht so schwierig und
Bedarf natürlich,so wie der ganze Umbau,technische Kentnisse und Vorrausetzungen.



Bremsanlage

Folgende Teile werden benötigt:

- komplette Bremsanlage aus einem Scirocco 2 16V oder Golf 2 16V,diese
Bremsanlage paßt ohne Probleme und kann ohne weitere Anpassungsarbeiten
bzw. geringfügige Änderungen (Leitungen,Verlegung usw.) montiert werden.

- Oder wahlweise aus einem G60 Golf oder Corrado,jedoch sind dafür einige
Anpassungsarbeiten notwendig.Die Verwendung von Adaptern ist sehr hilfreich
und erspart einiges an Arbeiten.Hersteller ist z.B. die Firma Salzmann in Feldkirchen
oder SLS Tuning in Hofgeismar.Kostenpunkt für die Umarbeitung der Bremssattel
halter liegt etwa bei 100€ inkl. Versand usw.Kann ich aus eigener Erfahrung ebenfalls
sehr empfehlen.
Es gibt aber sicher noch weitere die diese Adapter
vertreiben und fertigen.

Man kann auch den Querlenker und das Radlagergehäuse des Golfs oder CorradoŽs
verwenden und diese Teile ggfs. anpassen (neues Loch im Querlenker).Ist aber meiner
Meinung nach nicht sehr ratsam,da damit einiges an Arbeit verbunden ist und die
Achsgeometrie damit verändert wird.
Die einfachere Version ist natürlich die Bremsanlage aus einem 16V.Mit dieser Anlage können auch
Felgen mit der Größe 14 Zoll ohne Probleme gefahren werden.

Die bessere Bremsanlage ist natürlich die aus einem G60.Allerdings können dann nicht Felgen kleiner
als 15 Zoll gefahren werden.

Die Vorderachse

Bei der 16V Bremsanlage müssen nur die kompletten Bremssättel,Bremsbeläge,und Bremsscheibenj
montiert werden.

Bei der G60 Bremsanlage benötigt man wie schon gesagt zusätzlich die Dreieckslenker,Radlager-
gehäuse und alle dazugehörigen Kleinteile.

Die Hinterachse

- Bremsleitungen
- Handbremsseile
- Achsstummel
- Bremsscheiben
- Bremssättel
- Innere Bremsscheibenabdeckung (Staubschutzblech)
- Bremskraftregler

Den Hauptbremszylinder muß aus einem Scirocco 2 16V oder Golf 2 16V mit übernommen werden.
Es ist der 22 mm Hauptbremszylinder und ist zwingend erforderlich,da sonst kein ausreichender
Bremsdruck erreicht wird bzw. der Pedalweg viel zu lang wäre bis der Druckpunkt der Bremse erreicht
wäre.

Auspuffanlage

Die Auspuffanlage aus einem G60,kann leider aufgrund von einem sehr großen Aufwand
,viel Anpassungsarbeiten und zu großen Schalldämpfern nicht verwendet werden.

Es kann die Originale Auspuffanlage z.B. vom GTI verwendet werden.Ist aber meist nicht
optimal,da der Rohrdurchmesser zu gering ist und man bekommt erhebliche Probleme
bezüglich des Katalysators.

Idealer ist die Auspuffanlage vom Scirocco 16V mit G-Kat.Hierfür sind nur geringe
Anpassungsarbeiten notwendig.

Die Lambda-Sonde und der Katalysator sollte entweder vom Spenderfahrzeug,vom
Scirocco, Golf 16V übernommen werden.Oder alternativ dazu kann man auch einen
abgestimmten Universalkat bzw. Rennkat verwenden.Dies ist aber vorher mit dem
TÜV abzusprechen um Eintragungsprobleme zu vermeiden und Abgaswerte optimal
einhalten zu können.

Die G60 Katalysatorlösung ist zwar relativ einfach,aber der Katalysator vom G60 ist
recht groß und es muß auch der Stabilisator umgeschweißt werden um eine Art
Umleitung des Stabis um den Kat zu schaffen.
Aufgrund seiner Größe kann es auch zu erheblichen Problemen mit der Bodenfreiheit
lommen ab einer Felgengröße unter 15 Zoll.

Man kann natürlich auch eine Sportauspuffanlage mit oder ohne Fächerkrümmer
verwenden.Dies jedoch sollte ebenfalls vorher mit der TÜV-Prüfstelle abgesprochen werden.

Ölkühler

Ein zusätzlicher Ölkühler ist ein sinnvolles Zubehör,allerdings nicht zwingend not-
wendig.
Wenn man allerdings seinen G60 etwas getunt hat bzw. es noch vorhat,ist natürlich
ein zusätzlicher Ölkühler zu empfehlen um eventuelle Überhitzungen zu vermeiden.

Man kann entweder einen Ölkühler aus dem Zubehör verwenden z.B. Mocal,Racimex
und viele andere Tuner bieten diese incl. Montagematerial an.
Alternativ bzw. die kostengünstigste Variante ist,wenn man den Ölkühler z.B. vom
Scirocco GTI oder Golf GTI verwendet.

Dieser Ölkühler ist mit ein paar kleinen Modifikationen verbaubar.
Man muß den kompletten Ölkühler incl. Schläuche und Ölfilterhalterung vom GTI
verwenden. Das heißt den Ölfilterhalter,Wasserkühlung und das Gewinderohr vom
G60 abnehmen.Das Gewinderohr vom GTI,die Wasserkühlung vom G60 und die
Ölfilterhalterung anbringen.
Meistens sind dann die Schläuche zum Ölfilter zu kurz.Diese Schläuche erhält man
aber in den passenden Längen in vielen Firmen die Hydraulikschläuche herstellen
bzw. diese verpressen können.

TÜV-Auflagen



- VR Bereifung
- G-Kat
- Innenbelüftete Scheibenbremsen vorn
(je größer desto besser)
- Scheibenbremsen hinten
- Bremskraftverstärker vom 16V mit
22mm Hauptbremszylinder
- Querlenkerstrebe





Alle Umbaudetails sollten nach Möglichkeit
mit der jeweiligen TÜV-Prüfstelle,die die Eintragung
vornehmen soll abgesprochen werden!


Und nun wünsche ich viel Spaß beim Umbau und Glück
bei der TÜV-Abnahme! ;o)



(Diese Anleitung basiert auf meinen eigenen Erfahrungen während meines Umbaus
von meinem Scirocco 2 auf G60 Motor. Sie soll lediglich eine Hilfestellung für den
Umbau darstellen. Ich lehne jede Gewährleistung und Ersatzansprüche die durch
Folgeschäden enstehen ab!)


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#2

RE: Anleitung zum Einbau eines G60 Motors in einen

in Motor/Abgastechnik 13.08.2006 23:07
von Tekkle • 14.133 Beiträge

Boah, mir zuviel Text zum lesen....


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